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09. Juli 2010

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Bezirkstag Rheinland-Westfalen 2005 in Dortmund

125 Jahre Bezirk Rheinland-Westfalen
Bezirkswettbewerbe 2005 in Dortmund
28. April 2005: Die Bezirkswettbewerbe in Kurzschrift und Tastschreiben wurden in diesem Jahr erstmals von den Bezirken Rheinland-Westfalen und Rhein-Ruhr zusammen ausgetragen. Schirmherr der Wettbewerbe war kein geringerer als der (nun damalige) NRW-Ministerpräsident Peer Steinbrück (heute Bundesfinanzminister). Steinbrück gestand in seinem Grußwort: “..fällt mir von der Regierungsbank aus eine besondere Kunstfertigkeit auf: die der Stenografen. Wie die Damen und Herren neben dem Rednerpult es schaffen, das Gesagte Wort für Wort zu protokollieren, ist für mich immer wieder erstaunlich.

Denn schließlich sind Sprechtempo, Lautstärke und Akzentuierung bei jedem Redner anders, und Zwischenrufe aus unterschiedlichen Richtungen wollen ebenfalls nicht nur festgehalten, sondern auch zugeordnet werden. Fast noch mehr staune ich, wenn ich einen Blick auf solche Stenogramme werfe und mir dann vorstelle, wie daraus wieder “Langschrift” wird. Es ist also durchaus auch ein Ausdruck meiner Hochachtung, dass ich die Schirmherrschaft für ein stolzes Jubiläum übernommen habe: Der Stenografen-Bezirk Rheinland-Westfalen feiert sein hundertfünfundzwanzigjähriges Bestehen – und dazu gratuliere ich herzlich!”, so Peer Steinbrück.

Rund 100 Wettschreiberinnen und Wettschreiber
Die Wettbewerbe, die unter dem Motto 125 Jahre Bezirk Rheinland-Westfalen, begannen am frühen Samstagmorgen (23. April 2005) im Dortmunder Stadtgymnasium. Rund 100 Schreiberinnen und Schreiber schrieben bei strahlendem Sonnenschein um die begehrten Titel. Gut versorgt wurden die Teilnehmer vom Hausmeisterehepaar des Stadtgymnasiums.

Seminar der Stenojugend NRW und der Bezirksstenojugend Rheinland-Westfalen
N ach den Wettbewerben starteten einige Wettschreiber den Weg nach Dortmund-Bövinghausen. Dort wurden von der Stenojugend NRW und der Bezirksstenojugend Rheinland-Westfalen das begleitende Seminar zu den Bezirkswettbewerben angeboten. Im ansprechenden Hotel in Bövinghausen fühlten sich die Teilnehmer sehr wohl. Höhepunkt des Seminars bildete eine Führung durch die Zeche Zollern am Sonntagmorgen.

Die fleißigen Helfer hinter den Kulissen sorgten noch bis in den frühen Sonntagmorgen dafür, dass alle Urkunden und Siegerlisten ausgedruckt waren und bereit am Samstag gegen Mitternacht die ersten Fotos von den Bezirkswettbewerben im Internet auf unserer Homepage anzusehen waren.

Rund 170 Gäste bei der Siegerehrung
Am Sonntagnachmittag fanden sich dann rund 170 Gäste zur gemeinsamen Siegerehrung der Bezirkswettbewerbe Rheinland-Westfalen und Rhein-Ruhr in der Eisenbarth Gastronomie Lütgendortmund ein. Dortmunds Bürgermeister Adolf Miksch lobte in seinen Begrüßungsworten das Ehrenamtliche Engagement:

Ehrenamtliche geben der Gesellschaft das Kostbarste was sie besitzen - ein Stück Lebenszeit
”... Lassen Sie mich daher Ihr Jubiläum dazu nutzen, um eine Lanze für das Ehrenamt zu brechen. Denn ohne 12 Jahrzehnte ehrenamtliche Arbeit könnten wir dieses besondere Jubiläum auf keinen Fall feiern. Was wäre der Bezirk ohne die Vereine vor Ort - ohne die dort ehrenamtlich Tätigen? Nie waren Sie so wertvoll, nie so wichtig, nie so umworben wie heute.

Die Gesellschaft braucht das Ehrenamt und es wird Zeit, mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass der Wert von Arbeit alleine am Preis erkennbar ist. Unbezahlte Arbeit ist ebenso wertvoll wie bezahlte. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die für andere da sind, die deutlich machen, dass Ehrenamtliche keine Bittsteller sind, sondern der Gesellschaft das Kostbarste geben, was sie besitzen: ein Stück Lebenszeit.

Im Namen der Stadt Dortmund sage ich daher Dank - Dank an die, die sich engagieren, ohne dafür Dank zu erwarten. Ich sage Dank dafür, dass Sie dazu beigetragen haben, dass Dortmund eine “Hochburg der Stenografen” geworden ist. Denn dieser gute Ruf strahlt auch etwas auf unsere Stadt ab. Mit dem Dank verbinde ich die Bitte, nicht nachzulassen im Engagement für eine lohnende Sache. 125 Jahre Steno-Bezirk Rheinland-Westfalen zeigen, dass es sich lohnt. Ihnen allen wünsche ich für Ihre weitere Arbeit viel Erfolg und Gottes Segen”
, so Dortmunds Bürgermeister Miksch. Adolf Miksch übergab anschließend dem Bezirksvorsitzenden Thorsten Szczyrba einen Geldumschlag für die Bezirksjugendarbeit.

Spontane Ehrungen - Vorher nichts bekannt
NRW-Stenoverbandsvorsitzender Reiner Karbowski bezeichnete den Bezirk Rheinland-Westfalen als “Keimzelle” des NRW-Landesverbandes. Anschließend gab es zwei überraschende Ehrungen, von denen die Geehrten vorher nichts wussten: Reiner Karbowski ehrte zuerst Rolf Cremer (Hagener Stenografenverein) für sein langjähriges Wirken in 50 Jahren Vereinsmitgliedschaft mit dem Treueabzeichen in Gold des Deutschen Stenografenbundes. Bezirksvorsitzender Thorsten Szczyrba (Stenografenverein Dortmund-Hellweg) erhielt das Ehrenzeichen des Deutschen Stenografenbundes mit Goldkranz. Thorsten Szczyrba ist seit über 18 Jahren Mitglied im Stenografenverein und davon 14 Jahre in Vorstandsämtern der stenografischen Organisation.

Der Bezirksvorsitzende blickte anschließend auf 125 Jahre erfolgreiche Bezirksarbeit zurück. Dem Bezirk gehören zurzeit 23 Vereinen mit rund 1400 Mitgliedern an. Somit ist der Bezirk Rheinland-Westfalen der größte Bezirk in NRW. Szczyrba betonte aber sehr deutlich, dass sich der Bezirk nicht auf diesen Zahlen ausruhen wird. Vielmehr sollte für die Zukunft noch an einigen Ecken die Arbeit optimiert werden. Hier nannte er zum Beispiel Terminüberschneidungen bei Veranstaltungen. Diese Terminüberschneidungen sind nicht wünschenswert.

Thorsten Szczyrba dankte allen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen. Ohne den unermüdlichen Einsatz einiger Helfer, die teilweise alleine am Samstag und Sonntag über 21 Stunden im Einsatz waren, wäre solch eine Veranstaltung nicht durchzuführen.

Jüngste Schreiberin bekam Digitalkamera
Als jüngste Schreiberin bei den Bezirkswettbewerben

wurde Vanessa Kramer (Mendener Stenografenverein)

vom Bezirksjugendleiter Thorsten Szczyrba mit einer

Digitalkamera geehrt (Foto links).

Die einzelnen Sieger der Bezirkswettbewerbe sind unserer ausführlichen Siegerliste zu entnehmen.


Viele Tombolapreise für Wettschreiber
Nach den gemeinsamen Siegerehrungen der Bezirke Rheinland-Westfalen und Rhein-Ruhr wurden zahlreiche Tombolapreise an die anwesenden Wettschreiberinnen und Wettschreiber der Bezirkswettbewerbe verlost. Hauptpreis war ein Farbfernseher gefolgt von einer Kaffeemaschine. Gerade viele jüngere Nachwuchsschreiber erhielten so als Ersatz für eine noch in diesem Jahr entgangene Medaille eines der vielen Präsente.

Der Nachmittag klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus. Später am Abend waren sich alle einig: Eine rundum gelungene und attraktive Veranstaltung der Stenografenorganisation. “Wenn alle Veranstaltungen so abwechslungsreich, gut organisiert und attraktiv sind, brauchen wir uns um den Nachwuchs in unserer Organisation keine Sorgen machen, so einige Gäste”


Kurz notiert
Wussten Sie eigentlich...
dass zahlreiche Helfer mit ihren unermüdlichen Einsatz teilweise über 20 Stunden für die Wettbewerbe und die Siegerehrung im Einsatz waren?

dass rund 100 Teilnehmer aus 14 Vereinen bei den gemeinsamen Bezirkstagen in den Disziplinen Stenografie und Tastschreiben mitgeschrieben haben?

dass allein an Papier für Einladungsschreiben, Urkunden, Pressemitteilungen, Siegerlisten etc. rund 2250 Blatt Papier verbraucht wurde?

dass die weiteste Anreise zu den Bezirkswettbewerben ein Gastschreiber aus Hannover hatte?

dass alleine für die Preise der Tombola (ohne Farbfernseher und Kaffeemaschine) 12 Meter Geschenkpapier benötigt wurde, um alle Preise einzupacken?

dass sich 2 Helfer beim Bezirkstag irrtümlich im Tischtennisraum eingesperrt hatten und mit Hilfe ihres Handys sich vom Bezirksvorsitzenden Thorsten Szczyrba wieder befreien konnten?

dass die ersten Fotos von den Wettbewerben bereits am Samstagabend um 23:00 Uhr im Internet auf der Bezirkshomepage anzusehen waren?

dass die Frau des bei der Siegerehrung anwesenden Dortmunder Bürgermeisters Adolf Miksch beim Dortmunder Steno-Urgestein Helmut Bojahra die Stenografie erlernt hat?

Fotos Wettbewerbe

Fotos Siegerehrung

Fotos Seminar zum Bezirkstag

Seminarbericht

Siegerlisten 2005 inkl. Grußworte des NRW-Ministerpräsidenten Peer Steinbrück, der Steno-Präsidentin Hannelore Schindelasch und Steno-Verbandsvorsitzender Reiner Karbowski
(Zum Öffnen der Datei muss das Programm Acrobat Reader installiert sein, das es  kostenlos unter www.adobe.de gibt.)

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